• Baumeister des Erfolgs von 3M

    März 01, 2019
    • William McKnight

      Am 20. April 1995 wurde William L. McKnight, langjähriger Chairman in der frühen Unternehmensgeschichte von 3M, in den USA in die renommierte "Junior Achievement National Business Hall of Fame" aufgenommen, um damit seine Leistungen für das freie Unternehmertum zu würdigen. Wie kein anderer hat McKnight zum Aufbau unseres Unternehmens beigetragen und die von ihm geprägten Prinzipien haben ihre Gültigkeit im Unternehmen bis heute erhalten. Grund genug, das Leben dieses für 3M so bedeutenden Mannes noch einmal Revue passieren zu lassen.

      William McKnight wuchs auf einer Farm in der Prairie des US-Staates South Dakota auf. Hier wurde er von den Werten geprägt, die die Grundlage für seine spätere berufliche Laufbahn darstellten und sich in einem bemerkenswerten Sinn für langfristige Planung, harte Arbeit und eiserne Disziplin ausdrückten. Hartnäckigkeit war eine weitere seiner herausragenden Eigenschaften, die ihm schließlich auch den Zugang zu 3M ermöglichten. Zweimal hatte der junge McKnight sich bereits erfolglos beworben, ehe er noch während seiner Ausbildung an einem Business College im Jahre 1907 schließlich die Stelle als Hilfsbuchhalter bekam.

      In dieser Position erkannte McKnight sehr schnell, dass der damals „größte Sandpapierhersteller der Welt” kurz vor dem Bankrott stand. McKnight stellte sich dieser Herausforderung mit Intelligenz und überzeugtem Engagement. Innerhalb von zwei Jahren avancierte er zum Leiter des Chicagoer Verkaufsbüros und arbeitete sich kontinuierlich weiter nach oben, bis er im Jahre 1929 zum Präsidenten des Unternehmens ernannt wurde. McKnight schied 1966 aus dem aktiven Berufsleben aus, blieb dem Unternehmen jedoch als Ehrenvorsitzender bis 1973 erhalten. Er starb 1978 im Alter von 90 Jahren.

      Seiner Zeit weit voraus, erklärte McKnight heute allgemein praktizierte unternehmerische Strategien schon früh zu den tragenden Säulen unseres Unternehmens. Dazu zählen:

      Respekt für die Mitarbeiter
      Bereits 1948 formulierte McKnight vorausschauend: "Mit wachsendem Umsatz wird es immer wichtiger, Verantwortung zu delegieren und Mitarbeiter zu Eigeninitiative zu ermutigen. Natürlich entstehen dabei auch Fehler, die aber langfristig weniger schädlich sein werden als die Fehler, die einem Management zwangsläufig unterlaufen, wenn es mit strengen Vorschriften führt und Arbeitsweisen bis ins Detail reglementiert. Ein Management, das überkritisch auf Fehler reagiert, zerstört jede für das Weiterwachsen eines Unternehmens unerlässliche Eigeninitiative."

      Politik der offenen Tür
      Die Tür zu McKnights Büro stand allen Mitarbeitern stets offen. Gerüchten zufolge behielt der frühe Befürworter des "Management by walking around" stets seinen Hut auf, um jederzeit zwecks Produktionskontrolle zum Werk hinüberlaufen zu können. Diesen Kontakt zum Werk, zu den Leuten, die die Produkte herstellen, erwartete der Chairman auch von seinem Management.

      Den Kunden zuhören
      Wie wichtig es ist, dem Kunden zuzuhören, erkannte McKnight schon früh während seiner Zeit im Chicagoer Verkauf. Bevor er sich beim Kunden an die Verantwortlichen für den Einkauf wandte, stattete er zunächst denjenigen, die im Betrieb mit Sandpapier arbeiteten, einen Besuch durch die Hintertür ab, um sich hier für seine Produkte Rückendeckung zu holen.

      Qualitätskontrolle
      Qualitätsverluste des Schleifpapiers aufgrund einer Verunreinigung des Mineralrohstoffs mit Olivenöl brachte 3M 1914 an den Rand des Ruins. Es dauerte lange, den Image-Verlust bei den Kunden zu korrigieren. Durch diesen Vorfall alarmiert, investierte McKnight zwei Jahre später 500 Dollar in die Einrichtung des ersten Labors zur Qualitätskontrolle. Noch im selben Jahr stellte 3M den ersten technischen Mitarbeiter ein.

      Diversifikation
      Bis zum Jahre 1929 waren die Umsätze fast ausschließlich von Sandpapier abhängig. Um das Wachstumspotenzial zu verstärken, ließ McKnight viel Geld und Energie in die Forschung von Neuprodukten fließen. Nur zehn Jahre später machte Sandpapier nur noch 30 Prozent der Gesamtumsätze aus.

      Patentschutz
      Das Schleifpapier "Wetordry", das in den zwanziger Jahren entwickelt wurde, galt als Durchbruch für 3M, da es die Gesundheitsrisiken, die durch Staub und trockenes Schleifen entstanden, erheblich reduzierte. McKnight wollte dieses Produkt schützen, aber seine Anwälte teilten ihm mit, dass es nicht patentiert werden könne. Er suchte weiter, bis er einen Anwalt fand, der ein funktionierendes Patent entwickeln konnte – das erste Patent von 3M. Im Jahre 1949 hatte 3M schon mehr als 200 Patente angemeldet. Heutzutage ist unsere Patentpolitik ein ausschlaggebender Faktor, der unser Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig macht.

      Internationale Märkte
      Schon früh bereitete McKnight 3M auf den Einstieg in das Auslandsgeschäft vor. Ursprünglich Teil von Durex, einem Kartell amerikanischer Schleifmittel-Hersteller, gründete McKnight nach dessen Auflösung die International Division, die sich schnell auf den von Durex entwickelten Märkten etablierte und damit die Basis für die heutigen internationalen Aktivitäten schuf.

      Das Kernstück der Management-Philosophie von William McKnight war der überlieferte Glaube an den Wert und die Fähigkeit seiner Mitarbeiter. Abschließend dazu seine eigenen Worte: ”3M besteht aus Mitarbeitern und unser Erfolg ist ausschließlich abhängig von deren Fähigkeiten.”

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      Presse-Kontakt 3M:

      Anja Ströhlein
      Tel.: 02131 14-2854
      Kontaktformular

    • William McKnight

      William McKnight
      Foto: 3M

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